Schlagwort: Ingo Gerstl

Report: Qualifying Mugello

Poleposition für Ingo Gerstl beim „Forza Fanatec“ in Mugello. Ghiotto bietet FORMULA-Tabellenführer Colombo Paroli und Andreas Hasler Schnellster bei den SUPER LIGHTS.

Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) bestätigte seine Favoritenrolle mit der Bestzeit im Zeittraining. Mit einer Rundenzeit von 1:26.747 sicherte sich der Pilot eines Toro Rosso STR1 die Poleposition für die beiden Rennläufe in Mugello. Gerstl folgt am Start OPEN-Pilot Harald Schlegelmilch (LVA, HS Engineering) im World-Series-Auto mit 4,5 Liter Hubraum (anstatt 3,5). Aus Reihe 2 geht Thomas Jackermeier (GER, Top Speed) in die Rennen. Jackermeier tritt zum ersten Mal mit einem Formel-1-Wagen in Mugello an und schlägt sich bis dato ausgezeichnet. Wird er im Rennen eine Schippe zulegen und Gerstl folgen können?

Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio) sicherte sich die beste Ausgangslage in der hart umkämpften BOSS GP FORMULA-Wertung. Der zweifache BOSS GP-Meister war nach einem verhaltenen Trainings-Freitag erst in Qualifying-Abschnitt 2 dran und es dauerte einige Runden, bis er sich zunächst an Teamkollege Francesco Malavasi (ITA) und anschließend an Tabellenführer Simone Colombo (ITA, MM International) vorbeischieben konnte. Mit einer fantastischen Zeit von 1:35.035 qualifizierte sich Ghiotto letztlich aber fast neun Zehntelsekunden vor Colombo, der vor allem im ersten Sektor Zeit liegen ließ. Die Reihe dahinter füllen BOSS GP-Rookie Francesco Malavasi und Luca Martucci (ITA, MM International), der mit einer guten Trainingsleistung auf einer seiner Lieblingsstrecken ein Kandidat fürs Podium ist. Teamkollege Salvatore de Plano (ITA) folgt dahinter.

Nachdem Joey Foster (GBR, HS Engineering) seinen Start kurzfristig zurückzog, qualifizierte sich Paul O’Connell im einzigen World Series by Renault 3,5-Liter-Auto als Klassen-Sechster. Bester aus dem Lager von Zig-Zag war Nicolas Matile (MCO) im Auto-GP-Lola als Klassen-Achter, direkt vor Teamkollege Jean Christophe Peyre (FRA). Teamleader Marc Faggionato (MCO) konnte nach einem Dreher nicht mehr am Training teilnehmen und hat somit eine Aufholjagd vor sich.

Bei den BOSS GP SUPER LIGHTS machte sich Rookie Alexander Geier (AUT, Geier Racing) erst heute mit der Strecke vertraut, nachdem er gestern noch die Schulbank drückte. Geiers Tatuus World Series V6 blieb allerdings mit Getriebeproblemen in der Box, somit geht Andreas Hasler (AUT, Hasler Motorsport) als bestplatzierter SUPER LIGHTS-Teilnehmer in die Rennen. Walter Colacino (ITA, Colacino Motorsport) qualifizierte seinen Formel 3000 als Gesamt-15.

Der erste Rennlauf startet heute Samstag um 15:05 Uhr Ortszeit und geht über eine Distanz von 20 Minuten, der zweite Lauf über 25 Minuten morgen Sonntag um 13:15 Uhr. Um die Belastung für die Formel-1-Autos gering zu halten, wird die BOSS GP F1 Class jeweils bereits nach 15 Minuten abgewunken.

Foto: Angelo Poletto/BOSS GP

„Formel 2 als nächster Schritt“

Nach vier Klassensiegen in Folge erzählt uns SUPER LIGHTS-Rookie Alexander Geier (16, aus Salzburg) im Interview über seinen Werdegang und seine Ziele im Motorsport.

Wie bist du zur BOSS GP Racing Series gekommen?

ALEXANDER GEIER: „Begonnen habe ich mit elf Jahren mit einem Formel König, da sind wir viel gefahren. Danach kam ein Formel Renault 2.0, Baujahr 2002, mit sequenziellem Getriebe. Dann mit 13 habe wir einen neuen Formel Renault gekauft, schon mit Pedalshift. Damit bin ich bis letztes Jahr im Histo Cup Austria Rennen gefahren. Dann habe ich durch Ingo Gerstl (Team Top Speed, Anm.) die Chance bekommen, in der BOSS GP Racing Series mitzufahren. Für den nächsten Schritt haben wir dann den Tatuus World Series by Renault 3.5 gekauft, mit dem wir jetzt mitfahren.“

Was muss ein Fahrer können, um solch einen Boliden fahren zu können?

GEIER: „Im Grunde genommen kann es jeder fahren. Es wird nur mit links gebremst, damit tun sich sehr viele schwer. Zudem ist die Kupplung am Lenkrad, das Wegfahren ist schwierig, aber das Steuern des Fahrzeugs an sich ist mit etwas Übung machbar.“

Was macht für dich die BOSS GP Racing Series aus?

GEIER: „Schnelle Autos, die Rennen … einfach alles. Es ist schon einmal ganz was anderes wie alles, was ich zuvor gefahren bin. Auf alle Fälle professioneller! Das fahrerische Niveau der Serie ist auch weit höher, als oft angenommen wird. Natürlich steckt man beim ein oder anderen Duell schon einmal zurück, weil die Autos doch schon etwas älter sind und es oft wenig Ersatzteile gibt. Aber das ist aufgrund der Kosten nur allzu verständlich.“

Zuletzt in Brünn gewann Geier beide Rennen der SUPER LIGHTS-Klasse und jagte sogar die FORMULA-Piloten vor ihm

Ihr seid mit einem eigenen Team unterwegs. Wie setzt sich das zusammen?

GEIER: „Früher waren das nur mein Papa und ich, wir schrauben auch selber daheim in der Garage. Jetzt sind wir immer zu dritt unterwegs. Mit Willi ist ein guter Freund von meinem Vater dabei, dem gefällt das auch.“

Was sind deine großen Ziele für die Zukunft?

GEIER: „Der nächste Schritt soll 2023 kommen. Wir wollen mit einem Formel 2 starten. Dafür trainieren wir jetzt und suchen nach Sponsoren. Das von selbst zu bezahlen ist fast unmöglich, deswegen sind wir hier auf Hilfe angewiesen.“

Fotos: Angelo Poletto/BOSS GP

Report: Brünn Rennen 1

Jackermeier feiert bei trickreichen Bedingungen souverän seinen Premierensieg, Colombo verwandelt „Pole“ in der FORMULA-Klasse zum Sieg, SUPER LIGHTS-Triumph für Geier

Der Wettergott hatten mit den Piloten der BOSS GP Racing Series kein Einsehen. Wenige Minuten vor dem Start des ersten Rennens öffnete der Himmel seine Schleusen. Das Rennen auf der teils nassen Fahrbahn wurde so zur Herausforderung für die Piloten in ihren Big Open Single Seaters.

BOSS GP F1 Class

Polesetter Thomas Jackermeier (GER, Top Speed) stand in der Klasse der Formel-1-Wagen ebenso wie sein Teamkollege Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) wegen des Regenschauers vor Rennbeginn vor einer schwierigen Entscheidung: Trockenreifen drauf behalten oder die Pirelli Cinturato-Profilreifen aufziehen? Teile der Strecke waren feucht, andere wiederum trocken. Jackermeier und Gerstl entschieden sich beide für die Trockenreifen auf ihren Boliden. Jackermeier mit seinem Toro Rosso STR3 mit Ferrari-V8 nutzte die Poleposition ideal und startete furios ins Rennen. Ingo Gerstl kam nach der Aufwärmrunde in die Box und musste seinen Toro Rosso STR1 vorübergehend parken. Wenige Minuten vor dem Ende des Rennens fuhr Gerstl wieder auf die Strecke, kehrte aber prompt wieder in die Box zurück. Jackermeier verwaltete den Vorsprung ideal, machte keine Fehler bei den tückischen Bedingungen und feierte seinen ersten Sieg im Rahmen der BOSS GP. 

Ingo Gerstl (li.) musste sich diesmal mit Platz 2 hinter Premieren-Sieger Thomas Jackermeier (re.) begnügen

BOSS GP FORMULA Class

Alle Starter der FORMULA-Klasse entschieden sich beim Start des Rennens für die Pirelli P Zero Trockenreifen. Das Fahrgeschick der Lenkrad-Akrobaten wurde damit noch einmal mehr auf die Probe gestellt. Simone Colombo (ITA, MM International) setzte die erste Startposition ideal um und konnte sich bei den abtrocknenden Bedingungen zunächst absetzen. Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio) hielt sich bei den zunächst feuchten Bedingungen noch zurück. Nach und nach legte sich der erfahrene Italiener aber Gegner für Gegner zurecht und arbeitete sich bis auf Platz 2 vor. In den Schlussminuten folgte ein spannendes Duell zwischen Colombo und Ghiotto um den Sieg, Colombo konnte den Sieg aber über die Ziellinie retten. Francesco Malavasi (ITA, Scuderia Palladio) fuhr lange Zeit auf Platz 2, musste nach harten Kampf auf der Start-Ziel-Geraden aber seinen Teamchef und -kollegen Ghiotto passieren lassen. Salvatore de Plano (ITA, MM International) und Walter Steding (GER, Scuderia Palladio) rundeten die Top-5 dieses spektakulären Rennes der FORMULA-Klasse ab. Andreas Fiedler (GER, Fiedler Racing), im Qualifying noch im Vorderfeld klassiert, kam knapp vor Ende des Rennens an die Box und musste seinen GP2-Boliden vorzeitig abstellen.

Enges Finish zwischen Colombo (v.) und Ghiotto

BOSS GP SUPER LIGHTS Class

In der SUPER LIGHTS-Kategorie der 6-Zylinder-Autos konnte sich Alexander Geier (AUT, Geier Racing) den nächsten Sieg vor Andreas Hasler (AUT, Hasler Motorsport) sichern. Geier, auf Slicks ins Rennen gegangen, übernahm kurz nach dem Start die Führung von Hasler und kontrollierte schließlich das Tempo an der Spitze. Im Schlussspurt versuchte Hasler noch einmal den Rückstand auf Geier zu verkürzen. Letztlich vergebens, Hasler fuhr bei abtrocknenden Bedingungen einen sicheren zweiten Platz nach Hause.

Geier schlug sich bei schwierigen Verhältnissen ausgezeichnet

Nach dem Spektakel am heutigen Tag dürfen sich die Fans am Sonntag auf Teil 2 der Rennaction freuen. Das zweite und finale Rennen der BOSS GP in Brünn geht morgen ab 12:50 Uhr Ortstzeit (Livestream) über die Bühne.

Fotos: Angelo Poletto/BOSS GP

„Single Seater sind meine Welt“

Wir haben mit dem Österreicher Michael Aberer (50) vor seinem Heimrennen am Red Bull Ring (3.–5. Juni 2022) gesprochen und gelernt, warum er zwar Niki Lauda verehrt, aber sein GP2-Dallara in einem Retro-Design von Jochen Rindt am Start steht.

Was treibt dich an, einen GP2-Boliden zu fahren?

MICHAEL ABERER: „Das Auto passt vom Maß her zu mir. Ich habe 90 Kilo, in der Formel 3 braucht man 70, 75 Kilo – das ist einfach ein schmäleres Auto. Da passt der GP2 schon einmal rein körperlich besser zu mir. Und Single Seater sind sowieso meine Welt!“

Hast du einen besonderen Helden?

ABERER: „Niki Lauda, den habe ich schon als Kind als Poster an der Wand gehabt. Aber auch Gerhard Berger, ihm bin ich menschlich wohl am Nächsten. Ich habe mich gleich wie er um alles gekümmert: Rennauto, Firma … Disco und natürlich Mädels (lacht).”

Dein Auto ist aber wie der Weltmeister-Lotus von Jochen Rindt lackiert, warum das?

ABERER: „Das habe ich mir gemeinsam mit Ingo Gerstl ausgedacht. Er meinte, das wäre ein bisschen Historie und hat mir Bilder von prägnanten Motorsport-Designs gezeigt. Rot-weiß-rot sind wiederum meine Farben – da habe ich mir gedacht, ‚okay, es wird Jochen Rindt‘. Dann war auch der 50. Todestag (2020, Anm.) und so fügt sich das zusammen. Auch wenn Jochen Rindt vor meiner Zeit gefahren ist, seine Geschichte interessiert mich als Österreicher natürlich.“

Zuletzt in Hockenheim gehörte Michael Aberer zur Spitzengruppe der FORMULA-Klasse

Wie sieht deine bisherige Motorsport-Vergangenheit aus?

ABERER: „Ganz klassisch früher Kartsport und Autoslalom. Im Autoslalom war ich sehr erfolgreich, vor 30 Jahren mit einem Golf GTi in Vorarlberg. Jetzt ist das ja anders, aber früher waren das richtige Rennautos, mit einem Käfig drinnen und die Autoslalom-Community war auch groß. Dazwischen habe ich eine kleine Pause eingelegt. Dann habe ich wieder hobbymäßig mit Kartsport begonnen und bin anschließend in die Formel 3 gewechselt. 2006 bin ich Meister der so genannten B-Serie geworden.“

Dann hast du ja noch einmal eine Pause eingelegt …

ABERER: „Ja, 2012 habe ich ganz aufgehört und habe meinen Sohn Lukas fahren lassen. Vor zwei Jahren habe ich aber wieder angefangen. Jetzt würde ich gerne noch ein bisschen mit dem Auto fahren und dann lasse ich Lukas den Vortritt.“

Aberer in seiner BOSS GP-Debütsaison 2020 mit einem World Series by Renault (hier zu sehen in Spa)

Vor zwei Jahren bist du das erste Mal in der BOSS GP Racing Series gefahren. Wie setzt sich dein Team heute zusammen?

ABERER: „Aktuell habe ich das Asche Racing Team mit Flo Leitinger als Chefmechaniker engagiert. Die sind gut und für mich macht das vor allem Sinn, dass sie sich um das Auto kümmern, dann bin ich viel freier. Sie schrauben und ich fahre, wie ein Formel-1-Fahrer (lacht).“

Was gefällt dir an der BOSS GP besonders?

ABERER: „Mir gefällt die Community. Hier kommen viele Fahrer aus unterschiedlichen Nationen zusammen, alle ungefähr im gleichen Alter. Auf der Strecken haben wir unseren Spaß, am Abend sitzen wir zusammen beim Grillen. High Performance, aber auch gemütlich. Wir werden ja keine Formel-1-Weltmeister mehr, haben also andere Ziele. Sportlich gesehen ist mein Ziel heuer aufs Podest zu kommen und dann schauen wir weiter.“

Fotos: Angelo Poletto & Michael Kavena/BOSS GP

Vorschau Monza

Letzter Tourstopp für Europas schnellste Rennserie in der Saison 2021: Die BOSS GP Racing Series jagt mit über 300 km/h beim GlobeAir Grande Finale durch den Park von Monza.

Monza und BOSS GP – das passt, denn beide bilden eine wunderbare Symbiose aus Tradition und Moderne. Während in der BOSS GP Racing Series Hightech-Rennwagen der letzten 20 Jahre bei voller Lautstärke und in echten Rennen zu bewundern sind, ist das Autodromo Nazionale di Monza bereits seit 1950 (nur 1980 nicht) Austragungsort des Formel-1-Grand-Prix von Italien. Ein großer Teil des ursprünglichen Layouts wurde an moderne Sicherheitsstandards angepasst und wird heute noch befahren, die betonierten Steilkurven sind allerdings nur mehr zu Fuß zu bestaunen.

Der BOSS GP-Tross war zuletzt vor zwei Jahren in Monza am Start. Damals siegten Phil Stratford (USA, Penn Elcom Racing) und Ingo Gerstl (AUT, Top Speed). Letzterer steht vor seinem siebenten BOSS GP-Meistertitel in der OPEN-Klasse. Realistischerweise können den Salzburger in Monza nur ein früher technischer Defekt an seinem Toro Rosso STR1 oder ein Unfall noch vom Titel abhalten. Der letzte verbliebene Kontrahent Gerstls in der Gesamtwertung 2021, Ulf Ehninger (GER, ESBA Racing), ist mit seinem blau-weißen Benetton-F1 aus der Saison 1997 jedoch hinsichtlich Motorleistung und Aerodynamik unterlegen.

Hingegen ist die FORMULA-Klasse mit ihrer Fülle an Formel-2- und GP2-Wagen deutlich enger beisammen. Einmischen konnten sich zuletzt aber auch regelmäßig Piloten mit Boliden aus den Kategorien Auto GP und World Series by Renault 3.5, wie etwa Harald Schlegelmilch (LVA, HS Engineering) in Brünn bewies. In Schlegelmilchs Wagen sitzt in Monza der Ire Paul O’Connell, wird auch er für eine Überraschung sorgen können? Nachdem die abgesagten Rennen am Nürburgring erst 2022 nachgeholt werden, steht der Italiener Marco Ghiotto (Scuderia Palladio) zum dritten Mal in Folge als Meister der FORMULA-Wertung fest. Die besten Karten auf Rang 2 hat vor dem Finale Simone Colombo (ITA, MM International), der bislang mit Konstanz punktete. Doch nur einen Punkt hinter seinem Teamkollegen liegt Landsmann Luca Martucci. Alle drei Genannten jagen in Monza den begehrten Heimsieg. Außenseiterchancen darf sich noch Andreas Fiedler (GER, Fiedler Racing) ausrechnen, der zuletzt wieder näher an die Spitze gerückt war.

Zeitplan BOSS GP Grande Finale Monza:

Freitag, 1. Oktober 2021
10:15–10:45 Freies Training 1
14:25–14:55 Freies Training 2

Samstag, 2. Oktober 2021
10:30–11:00 Qualifying
15:35 Rennen 1 (20 Minuten)

Sonntag, 3. Oktober 2021
12:50 Rennen 2 (25 Minuten)

Vorschau & Guide Imola

BOSS GP sorgt am 11./12. Juli fürs Motorsport-Comeback in Italien.

Der Saisonstart zur 26. Rennsaison von BOSS GP erfolgt mit dem Forza Fanatec dieses Wochenende in Imola, wo bereits 15 Wochen später auch das Saisonfinale steigen soll. Die BOSS GP-Rennen sind das erste große Motorsportereignis in Italien nach dem Lockdown. Die Veranstaltung ist ebenso wie die Rennen in Spa Anfang August (1./2.) ein Zwei-Tages-Event, das ohne Zuschauer vor Ort stattfindet.

In Imola sind zahlreiche neue Fahrer und Autos in Europas schnellster Rennserie am Start. Alle Augen sind sicherlich auf den 22-jährigen Lokalmatador Riccardo Ponzio gerichtet, der mit einem Formel-1-Wagen von Jaguar (aus 2002) sein Debüt gibt. Mit Ulf Ehninger (Benetton B197) und OPEN-Meister Ingo Gerstl (Toro Rosso STR1) sind zwei weitere Formel-1-Wagen mit dabei.

Weitere Debütanten gibt es in der FORMULA-Klasse mit dem österreichischen Berg-Spezialisten Christian Ferstl, Ex-Tourenwagen-Ass Roman Hoffmann (beide GP2) und einem weiteren Österreicher: Michael Aberer (WSbR). Ebenso zum ersten Mal in der BOSS GP dabei sind der Este Bruno Jarach und der Italiener Roberto Vanni, der im einzigen Formel 3000 an den Start geht.

Sie nehmen es u.a. mit Champion Marco Ghiotto (Scuderia Palladio), Luca Martucci (MM International) und Florian Schnitzenbaumer (Top Speed) auf. Gespannt kann man auch auf das erstmalige Antreten von Salvatore De Plano im A1GP-Lola von Coloni sein.

Premiere feiert auch der neue Trockenreifen von Pirelli mit der Farbgebung violett. Dieser Reifen soll geübten Fahrern schnellere Rundenzeiten ermöglichen und weniger geübten den Umgang mit dem „schwarzen Gold“ erleichtern.

Wann sind die BOSS GP-Renner auf der Strecke?

Samstag, 11. Juli 2020:
10:35–11:05 Freies Training 1 (30 Minuten)
12:50–13:20 Freies Training 2 (30 Minuten)
16:10–16:40 Qualifying (Q1 20 Minuten, Q2 8 Minuten)

Sonntag, 12. Juli 2020:
11:15–11:35 Rennen 1 (20 Minuten)
16:15–16:40 Rennen 2 (25 Minuten)

Wo kann man die Rennen online verfolgen?

Im Gruppo-Peroni-Livestream: www.youtube.com/user/PeroniRace
Livetiming und Resultate auf www.autodromoimola.it/live-timing-imola
Alle Ergebnisse auf bossgp.com
Topaktuell informiert mit Instagram @bossgpofficial und Facebook @bossgpofficial

Nacht der Sieger

BOSS GP-Reifenlieferant Pirelli und Champagner-Partner Cuvee Sensorium haben zur BOSS GP-Preisverleihung 2019 in die österreichischen Alpen geladen.

Die Jubiläumssaison von BOSS GP endete mit einem schillernden Fest, bei dem Teams und Freunde von Europas schnellster Rennserie das Jahr Revue passieren ließen. In diesem Jahr, dem 25. von BOSS GP, fand die Zeremonie in Maria Alm nahe Salzburg statt.

Moderner Schuppen mit urigem Hüttencharme, das ist die Tom Almhütte in Maria Alm

Mit eigens dekorierten BOSS GP-Gondeln ging’s für die Gäste hinauf zu Toms Almhütte auf 1166 Meter Seehöhe. Neben exzellentem Champagner von BOSS GP-Partner Cuvee Sensorium wurde auch exzellente österreichische Küche geboten. Nach Kasnockn, Braten und Kaiserschmarrn wurden die drei Besten aus den beiden Wertungen OPEN und FORMULA geehrt. Überreicht wurden die Pokale von Stargast und Elvis Tribute Artist Rusty.

Thomas Hummer (am Bild) von Pirelli Österreich führt gemeinsam mit Joi Regenstein von Cuvee Sensorium durch den Abend

Ingo Gerstl (Top Speed) aus Österreich bekam zum fünften Mal den Meisterpokal für den Gewinn der offenen Klasse überreicht. Eine Ehrungspremiere war’s für den Franzosen „Piter“ (Ray-Ban), der in diesem Jahr nicht nur mit seinen Tanzkünsten bei der Zeremonie glänzte, sondern auch mit Platz 2 in der OPEN-Wertung.

OPEN-Meister Gerstl bekommt wie alle anderen Sieger eine speziell kreierte Champagner-Flasche in der BOSS GP-Edition von Cuvee Sensorium

Der strahlende Champion der FORMULA-Kategorie heißt Marco Ghiotto (ITA), betreut von der Scuderia Palladio. In einem über die ganze Saison andauernden Duell mit Landsmann Alessandro Bracalente (Speed Center) setzte er sich letztlich knapp durch. Ghiotto ließ anklingen, im kommenden Jahr weitere Fahrer in die Serie zu locken. Den Pokal für Rang 3 bekam Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing) überreicht, der mit seinem ganzen Team zur Feier kam und ein für ihn sehr erfolgreiches Jahr ausklingen ließ.

Die besten Bilder des Jahres gibt’s für die BOSS GP-Fahrer auf Glas

Überdies bekamen die Meister Gerstl und Ghiotto maßgefertigte Carbon-Helme von Bell Helmets. Aber auch alle anderen Fahrer durften etwas mit nach Hause nehmen: Von jedem Piloten wurde das beste Foto des Jahres auf Glas gedruckt, ausgestellt und später übergeben.

Die neue Saison startet am 28. März 2020 in Mugello. Details zum weiteren Terminkalender werden in Kürze auf der Webseite veröffentlicht.

Report: Race 2 Imola

FORMULA title decision: Bracalente wins the race, Marco Ghiotto the championship.

How can it be better? The final decision for the championship title in the FORMULA class was made in the twelfth and last BOSS GP season race of 2019. Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio) went into the race weekend with better chances. After Alessandro Bracalente’s (ITA, Speed Center) victory in Saturday’s race his lead reduced from 15 to 12 points. This means: Ghiotto had to be at least sixth today if Bracalente scores another victory in Sunday’s race.

Ghiotto already had a shock moment at the start of the warm-up lap when his red GP2 Dallara did not come off the spot. Lucky for Ghiotto: Because a second car also stopped, Ghiotto could line up again in the second row of the grid for the rolling start. The Scuderia Palladio was able to breathe a short sigh of relief.

The best start behind OPEN champion Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) had Luca Martucci (ITA, MM International), who almost caught Bracalente at the top. Ghiotto not only lost the place to Martucci, but also to Salvatore de Plano (ITA, Top Speed). However, Ghiotto overtook both again in the early stages and even managed to catch up with Bracalente with a couple of fast lap times. With second place he was fully on target for the title.

And it remained like that. Bracalente won the last race of the season and ended the year with an incredible result for a rookie: 5 victories, 10 podium places and only two retirements. In the end, one too many to defeat his fellow countryman Ghiotto, who also has a great score: 9 podium finishes and 2 victories, but only one DNF. After six exciting race weekends in Hockenheim, Spielberg, Monza, Assen, Brno and Imola, the new FORMULA champion Ghiotto and his opponent Bracalente finally separated by only nine points.

For the first time Marco Ghiotto is the champion of BOSS GP FORMULA class

Third place in the race went to Martucci, who fought again with de Plano until the middle of the race. De Plano finished fourth ahead of Andreas Fiedler, who secured third place in the championship with a damaged gearbox.

The best duel was delivered by Philippe Haezebrouck (FRA, Speed Center) and Gianluca Ripoli (ITA, MM International), with a better end for the Frenchman. Until the last lap both were within striking distance of each other on the 4.9-kilometer course. Towards the end of the 25-minute race, Peter Göllner (SUI, Speed Center) also caught up with the two, but could no longer attack. He finished the season with a respectable eighth place. Nicolas Matile (MCO, Zig-Zag) finished ninth in the class. By the way good news for the championship: His Team Zig-Zag Motorsport Service announced that they would be competing in more than two races next year.

Overall winner of the race was Ingo Gerstl (AUT, Top Speed), who once again put the pedal to the medal today in his Toro Rosso STR1. Although his mechanics gave everything, Phil Stratford had to load his Benetton B197 into the van early due to a defect. Second in the OPEN class and new runner-up instead is „Piter“ (FRA, Ray-Ban), whose team managed to repair a big oil leak just before race began.

Next up: The BOSS GP annual award ceremony will take place on 7 December in Salzburg.

Report: Race 1 Imola

Alessandro Bracalente reduces the gap to championship leader Ghiotto by winning his 4th race of the year.

Alessandro Bracalente (ITA, Speed Center) drove unchallenged to his fourth victory of the season in the FORMULA class. The BOSS GP rookie thus reduced the gap to Marco Ghiotto (ITA, Scuderia Palladio) in the points standings from 15 to only 12 points. Now it is clear that the championship will be decided in the last race on Sunday. Ghiotto followed Bracalente throughout the race like a shadow. Only at the end of the race he lost the connection to Bracalente and the gap grow to an high of four seconds at the finish line.

Luca Martucci (ITA, MM International) showed an incredible pace at the finish. At the beginning of the race he dropped back to 9th place, but on the last lap he made it onto the podium. For Martucci it is his fifth visit on the podium in 2019. In a courageous last lap manoeuvre, he overtook Salvatore de Plano (ITA, Top Speed), who seems to have bad luck on his racing boots. For de Plano it was nevertheless the second-best result of the season and the highest finish since the Hockenheim season opener.

Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing) was also involved in the fight for the podium at the opening stage of the race. In the end he finished fifth. He scored five championship points more than Philippe Haezebrouck (FRA, Speed Center), who finished seventh. Tomorrow Haezebrouck and Fiedler will fight for third place in the FORMULA ranking.

Marc Faggionato (MCO, Zig-Zag) could not set any time in qualifying because his car had not been repaired in time. That didn’t stop him from moving up to 6th place from last position on the grid. For several laps he battled with Haezebrouck for position.

Walter Steding (DEU, Inter Europol) was surprisingly in the top 6 at the beginning of the race, ahead of Martucci and Haezebrouck. With rank 8, he finished in good midfield this time.

Nicolas Matile (MCO, Zig-Zag) finished 9th with the only Auto GP Lola in the field. Peter Göllner won the internal team duel between him and Christian Eicke (both SUI, Speed Center).

Gianluca Ripoli (ITA, MM International) and Ulf Ehninger (DEU, ESBA Racing) had to retire early in the race. Because Ripoli stopped at the warm-up lap, he had to start at the back of the grid at the Indy start. He tried to improve his position in the first lap and collided with Ehninger’s Benetton in the Tosa hairpin.

The overall victory was again secured by Ingo Gerstl (AUT, Top Speed). Not surprisingly, the already crowned OPEN champion in his Toro Rosso dominated the eleventh race of the season.

The 12th and last race of the BOSS GP anniversary season will take place tomorrow Sunday at 2:10 p.m., before that at 10:30 a.m. is BOSS GP’s warm-up session.

Vorschau & Guide Imola

Stratford (Benetton F1) follows a MM International GP2 car

Das große Finale der BOSS GP-Jubiläumssaison steigt von 11. bis 13. Oktober nach zwei Jahren Unterbrechung wieder in Imola.

Die hügelige Mutstrecke in der italienischen Stadt Imola ist der ideale Schauplatz für den Saisonabschluss der schnellsten Rennserie Europas. In den 1950er-Jahren gebaut, hat die Strecke in Imola viele Triumphe und Tragödien erlebt. Bis heute ist die nach Enzo Ferrari und seinem früh verstorbenen Sohn Dino getaufte Bahn ein Highlight für jeden Rennfahrer. Zwar ist die Strecke seit einigen Jahren nicht mehr im Formel-1-Rennkalender, doch hat das 4,9-Kilometer-lange Asphaltband alle Zutaten einer Weltklassebahn. Imola ist auch die einzige Strecke im BOSS GP-Kalender, die gegen den Uhrzeigersinn befahren wird. Das hat sowohl Auswirkungen aufs Set-up der Rennwagen (mehr Linkskurven) als auch die Piloten selbst, bei denen etwa die Nackenmuskulatur anders belastet wird. Beim letzten Auftritt in Imola im Jahr 2017 hießen die Rennsieger Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) und Rinus van Kalmthout (NLD, Mansell Motorsport).

Was wird beim BOSS GP Grande Finale geboten?

Mit den Saisonrennen 11 und 12 fällt in der Emilia-Romagna auch die Entscheidung um den Meistertitel in der FORMULA-Klasse. Während Toro-Rosso-Fahrer Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) seinen Titel in der OPEN-Wertung bereits vorzeitig verteidigt hat, kämpfen ausgerechnet zwei Italiener mit ihren Formel-2-Autos beim Heimspiel um den heiß umkämpften Platz 1 in der FORMULA-Tabelle.

Marco Ghiotto (Scuderia Palladio) geht nach drei zweiten Plätzen en suite mit einem Vorsprung von 15 Zählern auf Alessandro Bracalente (Speed Center) ins Finale. Ein technisch bedingter Ausfall beim letzten Rennen in Brünn machte Bracalente zum Verfolger. 50 Punkte können in Imola noch gesammelt werden, theoretische Chancen auf den Titel hat somit auch noch Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing). Praktisch kämpft er wohl um Platz 3 gegen Philippe Haezebrouck (FRA, Speed Center). Wer sich die „Krone“ aufsetzen darf, wird spätestens am kommenden Sonntag feststehen.

Neben BOSS GP fahren auch Sportwagen- und Tourenwagenserien moderner und historischer Art, dazu kommen mit dem Renault Clio Cup, Lotus Cup und Alfa Revival Cup drei italienische Markenpokale, die wie gewohnt für spannenden Motorsport sorgen werden.

Wann fahren die Formel-1- und Formel-2-Autos von BOSS GP in Imola?

Freitag, 11. Oktober 2019:
10:45–11:15 Freies Training 1 (30 Minuten)
15:40–16:10 Freies Training 2 (30 Minuten)

Samstag, 12. Oktober 2019:
10:50–11:20 Qualifying (Q1: 8 Minuten/Pause: 2 Minuten/Q2: 20 Minuten)
15:50–16:25 Rennen 1 (20 Minuten)

Sonntag, 13. Oktober 2019:
10:30–10:40 Warm-up (10 Minuten)
14:05–14:45 Rennen 2 (25 Minuten)

Wie bekomme ich Tickets für BOSS GP in Imola?

Der Eintritt auf die Haupttribüne ist an allen drei Bewerbstagen frei. Für interessierte Besucher ist auch das Fahrerlager geöffnet.

Wo finde ich die Rennautos und Piloten der BOSS GP?

Die Teams und Fahrer der BOSS GP sind in den Garagen 23 bis 32 untergebracht. Einige Autos stehen im Fahrerlager neben der BOSS GP-Hospitality.

Wo kann ich das BOSS GP Grande Finale online verfolgen?