Schlagwort: Florian Schnitzenbaumer

Report: Rennen 2 Spielberg

Ingo Gerstl does donuts in his Toro Rosso STR1

Ein würdiges Finale für die schnellste Rennserie Europas: Im heute sonnigen Spielberg gewann Meister Ingo Gerstl auch das zweite Rennen und der wiedergenesene Salvatore De Plano die FORMULA-Wertung.

Ingo Gerstl (AUT, Top Speed, Toro Rosso STR1) dominierte das Rennen nicht wie gewohnt, sondern war lange Zeit im Tandemflug mit Phil Stratford (USA, Penn Elcom, Benetton B197) unterwegs. Erst in Runde 11 zog Gerstl richtig an und baute seinen Vorsprung aus. Mit 1:13 min war er auch heute der mit Abstand schnellste Bolide auf der Rennstrecke. Phil Stratford beendete seine erste volle Saison zufrieden mit seinem zehnten Podestplatz, nur Gerstl war öfter am Podium gestanden. Hans Laub (DEU, Speed Center, Forti FG-03) wurde mit großem Abstand Dritter in der OPEN, beendete aber auch heute das Rennen – keine Selbstverständlichkeit bei den hochkomplexen Formel-1-Autos.

Salvatore De Plano wins the last FORMULA race of the season

Salvatore De Plano gewinnt das letzte FORMULA-Rennen der Saison

 

In der FORMULA endete für Salvatore De Plano (ITA, Top Speed, Dallara GP2) die Saison nach Maß. De Plano war als Meisterschaftsfavorit gehandelt worden, doch beim ersten Rennen in Hockenheim kollidierte er mit Florian Schnitzenbaumer (DEU, Top Speed, Dallara GP2) so unglücklich, dass sich De Plano am Rücken verletzte. Nach langer Abwesenheit gab De Plano erst in Brünn wieder sein Renncomeback. Dieses Mal musste er noch dazu auf sein gewohntes Auto bei MM International verzichten. Stattdessen startete De Plano beim österreichischen Team Top Speed. Gestern drehte er sich noch übermotiviert von der Strecke, heute gelang ihm das entscheidende Manöver schon in Kurve 1. Innen verteidigte er beim fliegenden Start erfolgreich gegen Marco Ghiotto (ITA, MM International, Dallara GP2) und gab die Führung nicht mehr ab. Marco Ghiotto war im letztjährigen Meisterauto von Charles Leclerc unterwegs, konnte in der verbleibenden Renndauer aber nicht mehr Anschluss an De Plano halten. Er holte aber sicher Platz 2.

Gefährlich nahe kam Marco Ghiotto nur mehr einer, und zwar Luca Martucci (ITA, MM International, Dallara GP2). Martucci musste von ganz hinten losfahren, nachdem er für ein Vergehen beim gestrigen Start nach hinten versetzt wurde. Von dort aus führte der Weg schnurstracks in Richtung Podium. Obendrauf gab’s noch die schnellste Rennrunde. Drei Italiener standen somit auf dem Podest der FORMULA-Klasse!

Champion's signature from "the Boss" Ingo Gerstl

Ingo Gerstl musste an seinem Heimwochenende viele Autogramme geben

 

Der gestrige Überraschungssieger Alain Valente (SUI, Speed Center, Dallara GP2) war heute deutlich unauffälliger unterwegs als noch gestern. Dennoch bestätigte der 21-Jährige mit Rang 4 sein großes Talent. Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing, Dallara GP2) lag zeitweise auf Podestkurs, gegen Ende des Rennens musste der Vizemeister in der FORMULA aber langsamer machen. Auf Rang 5 brachte er das Auto noch ins Ziel.

Gianluca Ripoli (ITA, MM International, Dallara GP2), Sergio Ghiotto (ITA, MM International, Dallara GP2), Peter Göllner (SUI, Speed Center, Dallara GP2) und Christian Eicke (DEU, Speed Center, Dallara GP2) lieferten sich das ganze Rennen über die interessantesten Fights und hatte augenscheinlich den meisten Spaß. In der Reihenfolge Ripoli, S. Ghiotto, Göllner und Eicke fuhren sie ins Ziel. Eicke fixierte mit Rang 9 auch Gesamtrang 3 in der FORMULA-Tabelle.

Heute nicht dabei war Florian Schnitzenbaumer. Schnitzenbaumer muss sich in einigen Tagen einer Schulter-OP unterziehen und verzichtete daher auf weitere Belastungen. Den Meistertitel fixierte Schnitzenbaumer bereits im gestrigen Rennen. Damit beenden mit Ingo Gerstl (OPEN) und Florian Schnitzenbaumer (FORMULA) zwei Fahrer des Teams Top Speed die BOSS GP 2018 auf den ersten Plätzen.

 

An all-Italian podium in FORMULA (f.l.): M. Ghiotto, De Plano and Martucci

Ein komplett italienisches Podium in der FORMULA (v.l.): M. Ghiotto, De Plano und Martucci

 

Stimmen nach dem Rennen:
Ingo Gerstl (1. Platz OPEN): „Dieses Rennen war wichtig, so muss das sein. Ein perfekter Abschluss für meine Saison und auch für die ganze Serie. Jetzt startet die BOSS GP erst richtig durch.“

Phil Stratford (2. Platz OPEN): „Ich hatte zu diesem Kampf leider nur ein Taschenmesser mitgebracht, Ingo einen Kampfjet.“

Salvatore De Plano (1. Platz FORMULA): „Ich bin total happy. Die erste Kurve gelang mir heute viel besser. Das war der richtige Abschluss meiner Saison nach dem Unfall in Hockenheim. Das hilft mir über den Winter und ist wichtig für den Kopf. Nächstes Jahr greife ich auf ein Neues an.“

 

Fotos: Michael Jurtin/BOSS GP

Report: Rennen 1 Spielberg

Reichlich Action in der Startphase, ein Heimsieg für Ingo Gerstl, Rookie Alain Valente gewinnt die FORMULA und mit Florian Schnitzenbaumer hat die BOSS GP einen neuen Klassen-Meister.

Ingo Gerstl (AUT, Top Speed, Toro Rosso STR1) drehte zur Freude der Tausenden Fans auf den Tribünen Donuts. Grund zur Freude hatte der Seriensieger nach einer tadellosen Fahrt im ersten Rennen des Spielberg-Wochenendes im Rahmen der DTM. Zum zehnten Mal in bislang elf gewerteten Rennen gewann Gerstl 2018. Mit 1:13.027 min drehte er auch die schnellste Runde des gesamten DTM-Wochenendes. Da stand nicht nur ein Fan mit großen Augen auf den Tribünen.

Zweiter in der OPEN wurde Hans Laub (DEU, Speed Center, Forti FG-03), der nur von 13 aus gestartet war. Laub kämpfte das ganze Rennen über im Mittelfeld der FORMULA, u.a. mit Gianluca Ripoli (ITA, MM International, GP2 Dallara) und Walter Steding (DEU, Inter Europol, Dallara GP2). Für Laub war es beim zweiten Auftritt in diesem Jahr das erste Finish und auch gleich das erste Podest.

OPEN podium (f.l.): Hans Laub, Ingo Gerstl and Phil Stratford

OPEN-Podest (v.l.): Hans Laub, Ingo Gerstl und Phil Stratford

 

Phil Stratford (USA, Penn Elcom, Benetton B197) wurde bereits beim fliegenden Start am rechten Hinterrad touchiert und musste gleich in Runde 1 die Box mit einem Plattfuß ansteuern. Mit Rundenrückstand ging er wieder auf die Bahn und kämpfte sich durchs Feld. Den Rundenrückstand konnte er im 20-Minuten-Rennen aber nicht mehr aufholen.

Zwar war die Strecke über Mittag aufgetrocknet, die Bedingungen blieben aber kalt. Das wurde einigen Fahrern auch gleich am Start zum Verhängnis: Sergio Ghiotto (ITA, MM International, Dallara GP2) und Gianluca Ripoli (ITA, MM International, Dallara GP2) drehten sich in der Aufwärmrunde von der Bahn. Damit war für zwei Favoriten noch vor dem eigentlichen Start das Rennen beendet. Nicht viel weiter kamen Salvatore De Plano (ITA, Top Speed, Dallara GP2) und Marco Ghiotto (ITA, MRC Sport, Dallara GP2). Die beiden Italiener drehten sich nach einem guten Start und einigen Positionsverbesserungen im Ausgang von Kurve 2. Die Folge der Zwischenfälle war eine drei Runden andauernde Safety-Car-Phase.

Florian Schnitzenbaumer is the new champion in FORMULA class

Florian Schnitzenbaumer ist der neue BOSS GP Meister in der FORMULA

 

Überlegter ging trotz seines ersten Starts bei einem BOSS GP-Rennen Alain Valente (SUI, Speed Center, Dallara GP2) zu Werke. Der 21-Jährige überstand die Schwierigkeiten der ersten Runde ohne Schaden, überholte zuerst Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing, Dallara GP2) und im Anschluss Peter Göllner (SUI, Speed Center, Dallara GP2). Damit ist Valente der bereits achte Sieger (!) in der abwechslungsreichsten BOSS GP-Saison in der Klasse FORMULA aller Zeiten.

Fiedler hatte mit Platz 2 fast alles getan, um die Meisterschaft noch spannend zu halten. Doch Florian Schnitzenbaumer (DEU, Top Speed, Dallara GP2) reichte ein sechster Klassenrang für den sicheren Meistertitel. Der Deutsche schien erleichtert zu sein, sein Saisonziel erreicht zu haben.
Fiedler ist vor dem morgigen Finalrennen bereits fix auf dem zweiten Gesamtrang der FORMULA, dementsprechend groß war auch die Freude beim zweiten Deutschen.

Peter Göllner (SUI, Speed Center, Dallara GP2) überraschte sich selbst wohl wieder einmal am meisten. Mit dem vierten Podestplatz in den letzten fünf Rennen bestätigte er die starken Leistungen der letzten Rennwochenenden in Brünn und Assen.

Von sechs Italienern kam nur einer ins Ziel: Gianluca Ripoli (ITA, Speed Center, Dallara GP2) wurde Vierter. Armando Mangini (ITA, MM International) musste seinen Lola Formel 3000 bereits in Runde 1 in der Box abstellen. Damit verlor Mangini auch Rang 3 in der Meisterschaft. Mit 121 Punkten liegt er vier Punkte hinter Walter Steding und 6 Punkte hinter Christian Eicke. Steding wurde heute Sechster, Eicke Siebenter – entschieden ist bei diesen kleinen Punktabständen also noch nichts.

Rennen 2 geht morgen um 15:10 Uhr Ortszeit direkt nach dem DTM-Rennen über die Bühne. Der Stream auf www.bossgp.com/livestream beginnt schon um 14:55 Uhr.

FORMULA podium (f.l.): Andreas Fiedler, Alain Valente and Peter Göllner

FORMULA-Podium (v.l.): Andreas Fiedler, Alain Valente und Peter Göllner

 

Stimmen nach dem Rennen:
Alain Valente (1. Platz FORMULA): „Das Gefühl aus dem Sportwagen konnte ich heute nutzen. Am Anfang hatte ich Glück, nicht in die Unfälle verwickelt zu werden, dann blieb ich mit kalten Reifen und Bremsen zu Beginn vorsichtig. Mein Ziel ist Profi-Rennfahrer zu werden, vielleicht hilft mir dieses Ergebnis ja dabei.

 

Fotos: Michael Jurtin/BOSS GP

Report: Training & Qualifying Spielberg

Rain makes racing very difficult

Die schnellste Rennserie Europas bringt den Spaß des Rennsports zurück an den Red Bull Ring. Die Startaufstellung wurde aufgrund des Regens schon gestern ausgefahren.

Der Samstag begann wie vorhergesagt pitschepatschenass. Auch bei schwierigen Bedingungen gingen die brachialen BOSS GP-Boliden auf die Strecke (erstmals auch im Livestream). Die Rennleitung entschied aus Sicherheitsgründen, das Zeittraining als 3. Freies Training auszufahren und die Startaufstellung aus den kombinierten Zeiten von FP1 und FP2 aufzustellen.

Ingo Gerstl (AUT, Top Speed, Toro Rosso STR1) holte auch beim siebenten Saisonrennen zum siebenten Mal Position 1 im Qualifying. Vom ersten zum zweiten Training steigerte er sich um mehr als dreieinhalb Sekunden. Mit 1:12.082 min lag er gestern aber noch weit hinter den Zeiten vom Mai, wo der Lokalmatador schon an der 1:10er-Marke gekratzt hatte. Im Regen war Dominator Gerstl im Formel-1-Auto gar nur Fünfter, was ihn selbst überraschte: „Vielleicht passt was an der Zeitnehmung nicht“, schmunzelte der bereits vor den Finalrennen an diesem Wochenende feststehende BOSS GP-Meister 2018.

Phil Stratford (USA, Penn Elcom, Benetton B197) klagte im ersten Training über technische Probleme und für ihn verkürzte Fahrzeit. Im 2. Training reihte er sich aber locker auf den zweiten Gesamtrang. Den Regen am heutigen Vormittag nützte er für Trainingskilometer. Der in Kalifornien lebende Stratford hat kaum Regenerfahrung, kündigte für die Rennen aber an: „Sollte es regnen, fahre ich trotzdem!“

Luca Martucci (ITA, MM International, Dallara GP2) überraschte alle: Der Italiener mit Formel-3-Erfahrung darf als schnellster FORMULA-Pilot des Freitags diese Klasse ins Rennen führen. Im Regentraining setzte Martucci die Bestzeit, damit bringt er sich in die Favoritenrolle heute Nachmittag (Startzeit: 16:00 Uhr, auch im Livestream).

Luca Martucci was once off track, but very quick in dry and rain

Luca Martucci war einmal abseits der Piste, aber sowohl im Trockenen als auch im Nassen schnell

 

Aus Startreihe 2 fährt Salvatore De Plano (ITA, Top Speed, Dallara GP2) los. Der Italiener muss an diesem Wochenende von seinem Stammteam MM International zu Top Speed ausweichen. Bei MM International waren dieses Mal alle Autos vermietet. Bei Top Speed bot man dem flotten Italiener ein Ausweichquartier an, er dankte es mit einem gelungenen Freitag.

Florian Schnitzenbaumer (DEU, Top Speed, Dallara GP2) startet aus Reihe 3 und damit auch direkt vor seinem einzig verbliebenen Konkurrenten um die Meisterschaft: Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing, Dallara GP2). Schnitzenbaumer hat sich vorgenommen, achtsam in das heutige Rennen zu gehen und im Idealfall bereits heute den Titel klarzumachen.

Championship duel between Florian Schnitzenbaumer (l.) and Andreas Fiedler (r.)

Duell um die Meisterschaft in der FORMULA: Florian Schnitzenbaumer (l.) und Andreas Fiedler (r.)

 

Zwischen Schnitzenbaumer und Fiedler steht noch Marco Ghiotto (ITA, MRC Sport, Dallara GP2), der damit das Bruderduell mit Sergio (ITA, MM International, Dallara GP2) gewann. Sergio Ghiotto startet von Rang 10. Im samstägigen Regen zeigte er mit Platz 2 aber, dass auch er noch Potenzial nach vorne hat. Gianluca Ripoli (ITA, MM International, Dallara GP2) geht von Rang 8 ins Rennen, Newcomer Alain Valente (SUI, Speed Center, Dallara GP2) von Rang 9.

Peter Göllner (SUI, Speed Center, Dallara GP2), der in den letzten drei Rennen zweimal am Podest stand, geht gemeinsam mit Teamkollege Christian Eicke (DEU, Dallara GP2) aus Reihe 6 ins Rennen. Hans Laub startet mit seinem Formel-1-Forti in Mitten des FORMULA-Feldes von Position 13. Walter Steding (DEU, Inter Europol, Dallara GP2) startet von 14. Eicke, Steding und Armando Mangini (ITA, MM International, Lola F3000) kämpfen noch um Rang 3 in der Meisterschaft. Mangini geht mit einem Nachteil ins Rennen, denn er startet als einziger in einem Formel 3000 und war gestern weit hinter seinen unmittelbaren Kontrahenten.

Trouble for Thomas Jakoubek on Friday

Probleme für Thomas Jakoubek am Freitag

 

Für Thomas Jakoubek (AUT, Top Speed, Dallara GP2) war gestern nach einem Getriebeschaden schon vorzeitig Schluss. Verzichten müssen wir leider auch auf den zweiten Toro Rosso von Top Speed. Frits van Eerd musste kurzfristig absagen, Ersatzfahrer Markus Lehmann war nur im ersten Training unterwegs.

 

Fotos: Michael Jurtin/BOSS GP

Zukunftsweisend: BOSS GP mit der DTM in Spielberg

Alles Wissenswerte zum großen Saisonfinale der BOSS GP im Rahmen des Deutschen Tourenwagen Masters am Red Bull Ring.

Was bedeutet ein Start der BOSS GP im Rahmen der DTM?
Zum zweiten Mal in ihrer Geschichte fährt die BOSS GP im Programm der größten Tourenwagenserie der Welt. Fahrer und Mitinitiator des gemeinsamen Events von BOSS GP und DTM in Spielberg ist Ingo Gerstl. Er sieht das Rennen als große Chance für die gesamte Serie: „Dieses Rennen hat den höchsten Stellenwert für uns. Das DTM-Paket ist attraktiv und viele Fans werden zum ersten Mal auf die BOSS GP aufmerksam. Mit einer so professionellen Rennserie zusammenzuarbeiten, ist unheimlich bereichernd.“ Eine mögliche Wiederholung oder gar Erweiterung der Zusammenarbeit mit der DTM ist für die Zukunft nicht ausgeschlossen.

Wer fährt in Spielberg?
Die Stars sind sicher jene Boliden, die den meisten Lärm machen. Was sie alle in der OPEN eint: 10 Zylinder! Ingo Gerstl kommt im ersten Toro Rosso aus dem Jahr 2006. Phil Stratford fährt im 1997er-Benetton von Jean Alesi. Dessen damaliger Teamkollege ist heute DTM-Chef: Gerhard Berger. Ein seltenes Stück Motorsportgeschichte ist auch der Forti von Hans Laub aus den späten 1990ern.

Gleich sechs Starter in der FORMULA kommen aus Italien. U.a. starten mit Sergio und Marco Ghiotto (Monza-Gewinner) die Onkel von Formel-2-Fahrer Luca zum ersten Mal gemeinsam in der BOSS GP. Landsmann Salvatore De Plano geht zum ersten Mal bei Top Speed an den Start. Da alle Autos bei MM International besetzt sind, bekam De Plano die Möglichkeit, bei Top Speed für ein Rennen unterzukommen. Aus österreichischer Sicht sind die Augen auf Thomas Jakoubek gerichtet. Jakoubek fuhr unter anderem Langstreckenrennen mit dem Neo-Rallyestaatsmeister Niki Mayr-Melnhof. Dass Jakoubek ebenfalls schnell Autofahren kann, zeigte er heuer schon mehrfach in der BOSS GP. Ein Debütant greift ebenfalls ins Geschehen ein: Der Schweizer GT4- und Lamborghini Super Trofeo-Fahrer Alain Valente gibt sein BOSS GP-Debüt bei Speed Center.

Die Nennliste ist nun online: http://bossgp.com/de/nennliste-alle-starter-fuer-spielberg/

For the second time this season the BOSS GP heroes will climb up the Austrian mountains

Zum zweiten Mal in diesem Jahr bezwingen die BOSS GP-Piloten die steilen Hügel der österreichischen Alpenrennbahn

 

Wie steht’s in der Meisterschaft?
Ingo Gerstl (AUT, Top Speed, Toro Rosso STR1) hat sich bereits beim vorletzten Rennwochenende in Brünn zum Meister der großen Klasse gemacht. Der zehnte Saisonsieg bedeutete auch den vierten BOSS-GP-Titel in der OPEN-Klasse, seinen dritten in Serie.

Während also in der OPEN bereits eine Entscheidung gefallen ist, geht es in der FORMULA-Wertung noch ums Eingemachte: Florian Schnitzenbaumer (DEU, Top Speed, Dallara-GP2) liegt seit dem ersten Rennen des Jahres in Führung. Zwei Ausfälle in Monza bzw. Assen haben seinen schärfsten Konkurrenten Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing, Dallara-GP2) wieder näher herangebracht: Fiedler liegt vor dem Finale in Spielberg 38 Punkte hinter Schnitzenbaumer; 25 Punkte gibt es für einen Laufsieg.

Für Florian Schnitzenbaumer wäre es der erste Titel in der BOSS GP, und damit auch der größte Erfolg seiner bisherigen Motorsportlaufbahn. Der aus dem Berg- und Sportwagenrennsport umgestiegene Fiedler kämpft bereits in seiner allerersten BOSS GP-Saison um die Meisterschaft, ein möglicher Vizetitel ist ihm kaum mehr zu nehmen. Würdige Champions wären auf jeden Fall beide.

Noch enger geht es auf den weiteren Positionen zu, Platz 3 ist vakant: Armando Mangini (ITA, MM International, GP2-Dallara) kämpft mit Christian Eicke (SUI, Speed Center, GP2-Dallara) und Walter Steding (DEU, Inter Europol, GP2-Dallara), die sich vor allem mit Konstanz auf die vorderen Ränge der Wertung geschoben haben.

Vor den Finalrennen in Spielberg haben bereits 31 Fahrer in der BOSS GP-Saison 2018 Punkte gesammelt.

Wann fährt die BOSS GP in Spielberg?
Die BOSS GP eröffnet das Event-Programm am Freitag, dem 21. September mit dem 1. Freien Training um 11:25 Uhr, das 2. Freie Training steht um 15:30 Uhr Ortszeit am Plan.

Tags darauf, dem 22. September folgt um 9:45 Uhr das Qualifying. Das Zeittraining ist in zwei Einheiten aufgeteilt: Q1 geht über 8 Minuten und ist den 5 schnellsten Fahrern aus den zusammengezählten Freien Trainings vorbehalten. Nach einer Pause von 2 Minuten dürfen alle anderen Fahrer auf die Strecken, ihnen stehen 20 Minuten zur Verfügung. Das Endklassement dieses Zeittrainings ist die Startaufstellung für beide BOSS GP-Rennen.

Die zwei Rennen gehen jeweils über die Distanz von 20 Minuten und werden fliegend gestartet. Das erste Rennen geht am Samstag um 16:00 Uhr über die Bühne, das zweite Rennen direkt im Anschluss (15:10 Uhr) an das DTM-Rennen am Sonntagnachmittag.

Florian Schnitzenbaumer is protecting is championship lead

Florian Schnitzenbaumer (vorne) behauptet die Klassenführung seit dem ersten Saisonrennen

 

Gibt es noch Tickets?
Ja, auf allen Tribünen (Haupt, Süd-West und West) sind noch Plätze zu haben – buchen kann man diese vorab entweder über das Ticketportal der DTM, oeticket.com oder über GPTicketshop. Wochenendtickets gibt es bereits ab 30 Euro. Ermäßigungen von bis zu 50 Prozent gibt es für Jugendliche und Rollstuhl-Begleitpersonen. Für Kinder bis 7 Jahren und Rollstuhlfahrer ist der Eintritt kostenlos.

Am Freitag besteht freie Platzwahl auf allen geöffneten Tribünen und freier Zutritt zum Fahrerlager für Inhaber einer gültigen Eintrittskarte (bei Gold-Tickets dabei, ansonsten vor Ort zu erwerben). Am Samstag und Sonntag gelten die gebuchten Plätze.

Wie nah kommen Fans ran?
Die DTM hat sich für ihre vorletzte Station in Spielberg etwas Besonderes ausgedacht, und zwar den Public Grid Walk. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag haben Fans mit Fahrerlager-Ticket Zugang zur Startaufstellung der DTM, die zu diesem Zweck von 15 auf 40 Minuten ausgedehnt wird. Die Zugangsberechtigungen zur Startaufstellung werden im Fahrerlager ausgegeben – so lange der Vorrat reicht.

Wie in den Jahren zuvor gibt es auch wieder den Pit Walk, also die Besichtigungstour durch die Boxenstraße. Dabei kann man sowohl den DTM-Teams als auch den BOSS GP-Teams bei der Arbeit an ihren Rennwagen zusehen. Samstag von 16:35 bis 17:25 Uhr, Sonntag von 9:20 bis 10:15 Uhr.

Die BOSS GP-Autos parken zum überwiegenden Teil in den Boxen 24 bis 32. Für Autogramme und Fragen stehen die BOSS GP-Fahrer und -Teams wie immer gerne zur Verfügung – freundlich fragen reicht zumeist.

Gibt es einen Livestream?
Zum ersten Mal in der Geschichte der BOSS GP wird es einen offiziellen Livestream geben. Zuschauen kann man entweder über die Webseite www.bossgp.com, auf der Facebook-Seite (@bossgpofficial) oder über den YouTube-Kanal der Rennserie.

Übertragungszeiten:

Samstag, 22. September 2018
09:40–10:20: Qualifying
15:40–16:35: Rennen 1 (Rennstart: 16:00 Uhr)

Sonntag, 23. September 2018
14:50–15:45: Rennen 2 (Rennstart: 15:10 Uhr)

*Ortszeit

 

Bilder: Michael Jurtin/BOSS GP

Report: Rennen 2 Brünn

Start for race 2 in Brno

Ingo Gerstl fixierte im drittletzten Rennen der Saison seinen vierten BOSS GP-Titel, der Fahrer des Rennens war auch in Lauf 2 Marc Faggionato.

Der Höhepunkt der Masaryk Racing Days in Brünn war am Sonntag zur Mittagszeit angesetzt. Pünktlich heulten die Motoren dann auch auf, und Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) und Phil Stratford (USA, Penn Elcom Racing) rasten beim fliegenden Start aus der ersten Reihe los. Das ganze Rennen über blieben Gerstl, Stratford und Wolfgang Jaksch (DEU, F Xtreme Racing) in Sichtweite. In Gefahr war der zehnte Saisonsieg Gerstl aber nie. Der Toro-Rosso-Pilot fixierte damit auch die dritte Meisterschaft in drei Jahren, insgesamt gewann Gerstl damit heute zum fünften Mal einen BOSS GP-Titel nach 2008, 2011 (FORMULA), 2016 und 2017.

Ein Wörtchen um das Gesamtpodest hätte vielleicht auch der Mann des Rennens mitreden können: Marc Faggionato (MCO, ZIG-ZAG Motorsport Service) hatte wie schon gestern die schwierige Aufgabe, von ganz hinten loszufahren. Ein Kupplungsproblem verhinderte den Start im Zeittraining, damit wurde er in der Startaufstellung ganz hinten angereiht. Von dort aus setzte er sich in der ersten Runde schon auf Rang 8, zu Mitte des Rennens dann auf Gesamtrang 4. Mit Rundenzeiten schneller als Stratford und Jaksch holte er zwar wie gestern auch Zehntel um Zehntel auf, ein Einholen war zu diesem Zeitpunkt aber nicht mehr möglich. Dennoch schaffte es Faggionato, beim zweiten Start des Jahres zum zweiten Mal zu gewinnen.

OPEN podium f.l. Stratford, Gerstl and Jaksch

OPEN-Podium v.l.: Stratford, Gerstl and Jaksch

FORMULA podium f.l. Göllner, Faggionato and Schnitzenbaumer

FORMULA-Podium v.l.: Göllner, Faggionato and Schnitzenbaumer

 

Hocherfreut am Podest war auch Peter Göllner (SUI, Speed Center). Göllner stand nach dem Assen-Doppel zum dritten Mal in diesem Jahr verdient am Podium. Tabellenführer Florian Schnitzenbaumer (DEU, Top Speed) durfte ebenfalls noch mit zur Siegerehrung, und baute damit die Führung auf Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing) weiter aus, der Vierter in der FORMULA wurde. Fiedler liegt vor dem Finale in Spielberg (21.–23. September 2018) 38 Punkte hinter Schnitzenbaumer; 25 Punkte gibt es für einen Sieg in der BOSS GP.

Nicolas Matile (MCO, ZIG-ZAG Motorsport Service) fuhr im einzigen Auto-GP-Boliden ungefährdet auf Klassenrang 5. Wie schon in Rennen 1 lieferten sich Walter Steding (DEU, Inter Europol), Thomas Jakoubek (AUT, Top Speed) und Christian Eicke (SUI, Speed Center) einen beinharten Kampf im Mittelfeld. Steding konnte sich in der allerletzten Kurve gegen Jakoubek behaupten und wurde damit Sechster in der FORMULA.

Einen Doppelausfall musste H&A Racing beklagen: Veronika Cicha (CZE) konnte ihr Heimrennen ebenso wenig beenden wie Bernd Herndlhofer (AUT), der zeitweise auf Podestkurs lag.

Auf einen Start verzichtete MM International mit den Fahrern Salvatore De Plano und Armando Mangini (beide ITA). Einer ihrer Mechaniker verletzte sich am Vortag schwer. Im Namen der BOSS GP-Organisationen und allen Teams und Fahrern wünschen wir ihm und seinen Angehörigen das Allerbeste für seine Genesung.

Get well soon!

 

Fotos: Michael Jurtin/BOSS GP

Report: Rennen 1 Brünn

Start Race 1 Brno

Das packenste Rennen der Saison ließ niemanden kalt: Dominator Ingo Gerstl kam ins Schwitzen und Marc Faggionato fuhr das Rennen seines Lebens.

Der Brachial-Sound der BOSS GP lockte zahlreiche Zuschauer ins Automotodrom nach Brünn – und keiner bereute es. Spannende Positionskämpfe wohin man schaute, und Zwei-, Drei-, ja sogar Vierkämpfe waren die ganzen zwanzig Minuten über auch um die hinteren Positionen an der Tagesordnung. Ein wenig Lackaustausch und Wheelbanging waren die Würze in diesem Nachmittagsprogramm.

Dass der Sieg über Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) führen würde, überraschte weniger. Dass sich der Salzburger nach einem Boxenstopp aber nochmals durchs Feld kämpfen musste, gefiel den Fans und forderte Gerstl mehr als erwartet. Rundenrekord ging sich zwar kein neuer aus, mit 1:37.751 legte Gerstl im Toro Rosso STR1 aber eine mehr als flotte Zeit hin und gewann am Ende doch noch souverän.

Phil Stratford (USA, Penn Elcom Racing) durfte vier Runden lang die Führungsposition einnehmen, am Ende reichte es für Rang 2. Diesen musste der Benetton-Fahrer mit abbauenden Reifen an der Vorderachse ins Ziel retten, denn Wolfgang Jaksch (DEU, F Xtreme Racing) holte gegen Ende in großen Schritten auf Stratford auf. Mit nur wenigen Metern Rückstand überquerte der Super Aguri von Jaksch die Ziellinie hinter Stratford.

Start Race 1 Brno

 

Der Mann des Rennens kommt aus der FORMULA-Klasse: Marc Faggionato (MCO, ZIG-ZAG Motorsport) konnte mit einem Problem an der Kupplung nicht am Qualifying teilnehmen. Nur die guten Trainingszeiten verhalfen ihm zur Starterlaubnis im Rennen. Im ersten Rennen brauste Faggionato dann furios von Startplatz 15 bis auf Endrang 4 nach vorne. Das bedeutete nicht nur, elf Gegner überholt zu haben, sondern auch den Sieg in der Klasse FORMULA für GP2, Auto GP und ähnlicher Fahrzeuge.

Doch es war ein beinharter Kampf für Faggionato, vor allem, als es um das Podium und den Sieg ging. Mehrfach wechselten die Positionen, Bernd Herndlhofer (AUT, H&A Racing) im ersten Einsatz mit eigenem Auto in der Saison 2018 konnte sich am längsten erwehren und führte zu Beginn des Rennens die Klasse an. Auch Polesetter Salvatore De Plano (ITA, MM International) konterte einmal. In Runde 8 schnappte sich Faggionato dann aber gleich beide Gegner um den Sieg und fuhr der Meute davon.

Die Gruppe dahinter konnte Armando Mangini (ITA, MM International) für sich entscheiden. Auch er zeigte von Startplatz 13 aus, eine herausragende Leistung. Auch wenn Florian Schnitzenbaumer (DEU, Top Speed) auf einen Podestplatz spekuliert hatte, Rang 5 in der FORMULA bedeutete gleichzeitig den Ausbau des Vorsprungs auf Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing). Fiedler wurde Sechster, vor Peter Göllner (SUI, Speed Center), der sich gegen einen aggressiven Nicolas Matile (MCO, ZIG-ZAG Motorsport) im einzigen Lola-Zytec Auto GP durchsetzen konnte.

Keinen Meter hergeschenkt haben die 15 Fahrer im Laufe des 20-minütigen Rennens. Auch um Platz 9 in der FORMULA wurde bis zum Zielstrich gefightet, so, als ob es um den Sieg ginge. Bei der Musik dabei waren Walter Steding (9.), Thomas Jakoubek (10.), Christian Eicke (11.) und Lokalmatadorin Veronika Cicha (12.).

Bereits morgen Sonntag kann eine Entscheidung in der Meisterschaft fallen, sowohl zugunsten Ingo Gerstl in der OPEN, als auch für Teamkollege Florian Schnitzenbaumer (beide Top Speed) in der FORMULA. Die Boxengasse für Rennen 2 öffnet um 12:15 Uhr Ortszeit.

 

Stimmen nach dem Rennen:

Ingo Gerstl (1. Platz OPEN): „Gut für die Fans, wenn es ihnen gefällt, was wir machen. Die Show hat gepasst, das ist, was wir brauchen.“

Marc Faggionato (1. Platz FORMULA): „Das war richtig gut. Einige Male war‘s ganz schön knapp mit den anderen. Schön, dass ich am Schluss schneller fahren konnte als die zwei OPEN-Fahrzeuge vor mir. Aber von ganz hinten geht dann halt nicht mehr. Morgen muss ich wieder von ganz hinten wegfahren. Ich hoffe, es geht nochmal so.“

Phil Stratford (2. Platz OPEN): „Ich hätte noch sechs Runden mehr führen müssen, dann hätte ich gewonnen. (lacht) Am Schluss habe ich mir das Tempo eingeteilt, um noch vor Wolfgang zu bleiben.“

Bernd Herndlhofer (2. Platz FORMULA): „Gutes Rennen und gutes Ergebnis, aber ich bekomm‘ das Auto immer noch nicht hin. Das Auto liegt nicht gut, ich kann sicher noch zulegen.“

 

Fotos: Michael Jurtin/BOSS GP

Report: Qualifying Brünn

Ingo Gerstl (Toro Rosso STR1)

Ingo Gerstl heizt mit über 200 km/h Schnitt zum inoffiziellen Rundenrekord im Automotodrom. Salvatore De Plano war bei seiner Rückkehr schnellster FORMULA-Pilot.

Sechstes Qualifying, sechste Poleposition: Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) ist auf dem besten Weg zum Meistertitel. Dass er trotz Dominanz nicht langsamer macht, beweist die Qualifying-Bestzeit von 1:35.155 min. Seit dem Engagement von Einheitsreifenlieferant Pirelli purzeln die Rundenrekorde, ein möglicher neuer Streckenrekord (1:36.065; Ingo Gerstl im Vorjahr) zählt aber erst im Rennen.

Neben Gerstl geht heute Nachmittag (Startzeit: 14:50 Uhr Ortszeit) Phil Stratford (USA, Penn Elcom Racing) im 1997er-Benetton aus der ersten Reihe ins 20-minütige erste Rennen. Wolfgang Jaksch (DEU, F Xtreme Racing) im Super Aguri musste wieder einmal über Q2, trotzdem gelang ihm im Verkehr eine starke Zeit. Im Rennen ist ein Duell um Platz 2 mit Stratford durchaus möglich.

Salvatore De Plano (MM International)

Salvatore De Plano (MM International)

 

Salvatore De Plano (ITA; MM International) gibt nach einer fünfmonatigen Pause sein Renncomeback und hat nichts von seinem Speed eingebüßt. Der schnelle Italiener liegt mit 1:45.751 nur drei Zehntel hinter dem langsamsten OPEN-Auto. Ihm folgt der Tabellenführer in der FORMULA: Florian Schnitzenbaumer (DEU, Top Speed). Schnitzenbaumer konnte sich damit vor seinem schärfsten Titelkonkurrenten Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing) qualifizieren. Mit Bernd Herndlhofer (AUT, H&A Racing) folgt ein ehemaliger BOSS GP-Meister De Plano und den beiden Deutschen. Ein spannender Vierkampf um die Podestplätze in der FORMULA ist für die Rennen zu erwarten.

Veronika Cicha (H&A Racing)

Veronika Cicha (H&A Racing)

 

Die beiden Speed-Center-Fahrer Christian Eicke und Peter Göllner folgen auf den Plätzen 8 und 9. Wie ging’s der Lokalmatadorin? Veronika Cicha schaffte es mit einer ihrer besseren Trainingsleistungen in diesem Jahr in die Top-10. Hinter ihr platzierte sich Nicolas Matile (MCO, ZIG-ZAG), der wie Teamkollege Marc Faggionato (keine Zeit im Qualifying, Kupplungsschaden) ebenfalls zum ersten Mal in diesem Jahr ein BOSS GP-Wochenende bestreitet.

Nicolas Matile (ZIG-ZAG)

Nicolas Matile (ZIG-ZAG) und Bernd Herndlhofer (H&A Racing)

 

Die schnelle und technisch anspruchsvolle Strecke in Tschechien forderte im Zeittraining ihre Opfer, u.a. drehten sich Armando Mangini, Walter Steding, Nicolas Matile. Alle Fahrer konnten das Zeittraining aber unbeschadet fortsetzen.

 

Fotos: Michael Jurtin/BOSS GP

Report: Rennen 2 Assen

Ingo Gerstl (Toro Rosso STR1)

Roy Glaser gewinnt mit einer dominanten Vorstellung die FORMULA-Klasse und holt damit Saisonsieg Nummer 2; Gerstl vor Stratford in der OPEN.

Es war das Wochenende der Comebacks: Roy Glaser (SUI, Speed Center) war zwar gestern der schnellste Fahrer der FORMULA-Klasse, doch verhinderten zwei Dreher ein Spitzenergebnis. Heute ließ Glaser der Konkurrenz allerdings nicht den Hauch einer Chance. Überlegen gewann der Schweizer seine Klasse, in der Gesamtwertung schaffte er es damit auf Rang 3.

Vor ihm platzierten sich die schnellsten Piloten der offenen Klasse. Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) holte sich Saisonsieg Nummer 8. Damit könnte sich der Salzburger schon beim vorletzten Rennwochenende in Brünn (7.–9. September) zum BOSS GP-Meister 2018 krönen.

Phil Stratford (USA, Penn Elcom Racing) fuhr zum siebenten Mal in diesem Jahr aufs Podest, und auch zum siebenten Mal auf Rang 2 – für Stratford mit seinem Benetton B197 war es das reibungsloseste Wochenende des gesamten Jahres. Im Unterschied zu Assen-Vorjahressieger Wolfgang Jaksch (DEU, F Xtreme Racing), der seinen 2006er-Super-Aguri schon zur Rennhälfte Ende Start-Ziel abstellen, ein technisches Problem zwang ihn schon vorher mehrfach abseits der Strecke.

Vor vollen Tribünen mit begeisterten niederländischen Fans waren vor allem die Duelle im Mittelfeld sehenswert. Und da war vor allem Peter Göllner (SUI, Speed Center) die große Überraschung des Wochenendes. Der Schweizer fuhr das beste Rennwochenende seiner BOSS GP-Karriere, und das trotz Unfalls im Freien Training. Mit Platz 2 in der Klasse FORMULA bestätigte er seine Leistung des Vortages.

Aufs Podest schaffte es heute auch Florian Schnitzenbaumer (DEU, Top Speed), der ein hartes Rennen durchlebte. Nach dem Unfall gestern musste er im zweiten Rennen aufs Ersatzauto wechseln. Ohne Servolenkung und mit den Folgen einer Operation ging der Deutsche körperlich an seine Grenzen gehen – mit Rang 3 baute er seine Meisterschaftsführung aus. Mit ein Grund dafür war der Ausfall von Andreas Fiedler (DEU, Fiedler Racing), der sein Auto auf Rang 2 liegend in der Box abstellte. Damit muss Fiedler in Brünn Punkte auf Schnitzenbaumer gut machen, sonst fällt auch hier die Meisterschaftsentscheidung schon in Tschechien.

Blick nach vorne: Als nächstes gastiert die BOSS GP als Headliner der Masaryk Racing Days Anfang September (7.–9.) im tschechischen Brünn, das Saisonfinale findet zwei Wochen später in Spielberg (21.–23. September) statt, im großen Rahmen der DTM.

 

Stimmen nach dem Rennen:

Neuer Streckenrekord-Halter und Doppelsieger Ingo Gerstl (AUT, Top Speed): „Der Rekord war natürlich klasse, jetzt zählt er. Im Qualifying war ich ja noch schneller. Das zweite Rennen war ruhig, aber die 25 Minuten Rennzeit sind schon richtig lang in einem Formel-1-Auto.“

FORMULA-Sieger Roy Glaser (SUI, Speed Center): „Zwei Rennwochenenden dabei, zweimal gewonnen – was will man mehr? Am Schluss bin ich heute ohne Risiko gefahren. Leider kann ich aufgrund der Arbeit bei keinem weiteren Rennen in diesem Jahr mehr dabei sein.“

Dritter FORMULA Florian Schnitzenbaumer (DEU, Top Speed): „Ich musste nach dem Unfall gestern das Auto wechseln. Wenn du einmal Servolenkung fährst, fährst du nie mehr was anderes. Zu Rennhalbzeit wollte ich schon aufgeben. Am Schluss musste ich langsamer fahren, ich konnte es nicht mehr halten.“

 

Bilder: Michael Kavena/BOSS GP

Publikumsmagnet: BOSS GP in Assen

Kostenlos, aber nicht umsonst: Beim GAMMA Racing Day treffen Formel-1-Star Carlos Sainz Jr., Superbike-Ass Michael van der Mark und die BOSS GP aufeinander – all das bei freiem Eintritt.

Schon seit einigen Jahren begeistert der GAMMA Racing Day die niederländischen Motorsportfans: Jährlich im Sommer bietet die Veranstaltung auf dem TT Circuit in Assen ein Monsterprogramm, das seinesgleichen sucht. Den Mix aus Kart, Motorrad, Tourenwagen und Formelautos gibt es sonst nirgends. Daher verwundert es kaum, dass bis zu 100.000 Fans in den Nordosten der Niederlande pilgern.

Assen, eine Motorradstrecke
Die erste Dutch Tourist Trophy (TT) für Motorräder fand 1925 statt, allerdings noch auf öffentlichen Straßen. Erst 1955 wurde dafür eigens eine Rennstrecke gebaut, die teilweise aber immer noch für den öffentlichen Verkehr freigegeben war. Die 7,7 Kilometer lange Piste wurde 1984 komplett renoviert und auf 6,1 Kilometer Länge verkürzt. 1992 wurde der heutige TT Circuit Assen zum ersten Mal dauerhaft vom öffentlichen Verkehr getrennt. 2006 gab es abermals eine weitere Änderung am Layout: Die Strecke wurde auf 4,5 Kilometer verkürzt, und die Sicherheit deutlich verbessert.

Assen ist die einzige Strecke, auf der seit 1949 jedes Jahr ein Motorrad-WM-Rennen ausgetragen wurde. Doch auch was den Automobilsport angeht, ist Assen auf der Landkarte vertreten: So startete in der Vergangenheit etwa die ChampCar World Series und die A1 GP auf dem TT Circuit. Auch die BOSS GP fährt seit 2015 wieder regelmäßig in Assen, und sorgt Jahr für Jahr für eine Megashow. Rekordsieger ist der Österreicher Ingo Gerstl (Top Speed), der fünf der letzten sechs Rennen gewann.

Full grandstands are expected for the GAMMA Racing Day 2018

Volle Tribünen werden auch für den GAMMA Racing Day 2018 erwartet

 

GAMMA Racing Day: Event der Superlative
Drei Tage begeistert ein dicht gedrängtes Programm die Zuschauer vor Ort und live im niederländischen Fernsehen. Der Eintritt ist kostenlos, der Zugang zum Fahrerlager ist begrenzt und kostet 15 Euro pro Tag oder 25 Euro für alle drei Renntage. Tickets können entweder vor Ort an den Kassen gekauft werden oder vorab online.

Die BOSS GP fährt aufgrund des dichtgedrängten Programms nur ein Freies Training. Sowohl Samstag als auch Sonntag gibt es ein Rennen der Big Open Single Seater zu bestaunen. Die Fahrzeuge und Teams der BOSS GP befinden sich im Boxengebäude, von Box 11 bis 20.

Weitere Serien im Programm: Supercar Challenge, TCR Europe, Ford Fiesta Cup, historische Sport- und Tourenwagen, FIA Superkart-EM, FIM Seitenwagen-WM, Yamaha R3 Cup.

Außerdem: Formel-1-Demorunden von Carlos Sainz Jr. im Renault, Superbike-Demorunden von Michael van der Mark auf der Yamaha, Formel-1-Zweisitzer und vieles mehr.

One of the highlights: Demo laps from Carlos Sainz Jr. in his Renault Formula 1 car

Eines der Highlights: Demorunden des Formel-1-Renault von Carlos Sainz Jr.

 

Zeitplan: BOSS GP beim GAMMA Racing Day

Samstag, 18. August 2018

10:08–10:38: Freies Training
13:12–13:42: Qualifying
16:30–16:50: Rennen 1 (Distanz: 20 Minuten)

Sonntag, 19. August 2018

16:06–16:31: Rennen 2 (Distanz: 25 Minuten)

BOSS GP is close racing, with fast and loud cars

BOSS GP ist enges Racing mit schnellen und lauten Rennautos

 

Teilnehmer: BOSS GP

In der OPEN gehen Fahrzeuge vom Typ Formel-1-Auto ab Baujahr 1997, Champ Car und IndyCar ab Baujahr 1997 an den Start. Der Motor ist frei; Startnummern von 1 bis 99.

Start-Nr.
Name Team Nat. Auto
1 Ingo Gerstl Top Speed AUT Toro Rosso STR1
7 Phil Stratford Penn Elcom Racing USA Benetton B197
26 Wolfgang Jaksch F Xtreme Racing Team DEU Super Aguri SA06

 

In der FORMULA sind Typ GP2/Formel 2, GP3 (13/16), Auto GP, A1GP, Formula Acceleration 1, Superleague Formula, World Series by Renault, World Series by Nissan, F3000 ab Baujahr 2002 zugelassen. Nur Originalmotoren sind erlaubt, die Organisatoren können aufgrund der Leistungsdaten eine andere Einteilung vornehmen; Startnummern von 100 bis 999.

Start-Nr. Name Team Nat. Auto
101 Peter Göllner Speed Center SUI Dallara GP2
221 Bernd Herndlhofer Top Speed AUT Dallara GP2
222 Veronika Cicha H&A Racing CZE Dallara GP2
321 Andreas Fiedler Fiedler Racing DEU Dallara GP2
505 Walter Steding Inter Europol Competition DEU Dallara GP2
555 Christian Eicke Speed Center SUI Dallara GP2
666 Roy Glaser Speed Center SUI Dallara GP2
888 Florian Schnitzenbaumer Top Speed DEU Dallara GP2

Saisonhighlight: BOSS GP in Hockenheim

Europas schnellste Rennserie ist zu Gast beim Großen Preis von Deutschland und damit zum ersten Mal im Rahmen der Formel 1 unterwegs.

Die große Bühne
Bereits zum zweiten Mal in dieser Saison kommen die Big Open Single Seater nach Hockenheim. Wie beim Saisonauftakt vor drei Monaten bringen die 20 Akteure der BOSS GP starke Klänge und Highspeed ins Motodrom. Der 4,5-Kilometer-lange Grand-Prix-Kurs wird damit zur Bühne einer Premiere: Zum ersten Mal fährt die BOSS GP als Supportserie der Formel-1-Weltmeisterschaft.

The BOSS GP is for the second time this year in Hockenheim

Die BOSS GP ist zum zweiten Mal in diesem Jahr in Hockenheim am Start

 

Die Protagonisten

20 Autos in zwei Klassen aufgeteilt – das ist das Setting für die BOSS GP-Premiere in Hockenheim. In der OPEN sind Formel 1 und IndyCars erlaubt, die Motoren sind frei. Vier mutige Starter der höchsten Klasse wagen sich in den Hexenkessel Motodrom: Der dreifache BOSS GP-Champion Ingo Gerstl (Top Speed) aus Österreich mit dem allerersten Toro Rosso Formel-1-Auto und drei Litern Hubraum; der US-Amerikaner Phil Stratford (Penn Elcom Racing) im 1997er-Benetton von Jean Alesi (Teamkollege Gerhard Berger gewann den Deutschland Grand Prix 1997 im identen Auto); Hans Laub (Speed Center) im Forti FG 03, einem seltenen Stück Rennsportgeschichte; Wolfgang Jaksch (F Xtreme Racing) im weiß-roten Super Aguri aus dem Jahr 2006, mit 10 Zylindern und 800 PS Cosworth-Power.

Start-Nr.
Name Team Nat. Auto
1 Ingo Gerstl Top Speed AUT Toro Rosso STR1
7 Phil Stratford Penn Elcom Racing USA Benetton B197
22 Hans Laub Speed Center DEU Forti FG 03
26 Wolfgang Jaksch F Xtreme Racing Team DEU Super Aguri 06

 

Fast identes Material haben die 16 Akteure der FORMULA zur Verfügung: 14 der 16 Teilnehmer starten mit Dallara-GP2-Rennfahrzeugen, allerdings mit unterschiedlichen Aerodynamik-Ausbaustufen. Der Franzose „Piter“ und der deutsche BOSS GP-Dauerbrenner Karl-Heinz Becker starten in Boliden der World Series by Nissan bzw. Renault. Die heißesten Kandidaten auf die Siege am Wochenende sind Tabellenführer Florian Schnitzenbaumer (Top Speed) aus Deutschland und Armando Mangini (MM International) aus Italien, der das letzte Rennen in Monza gewinnen konnte. Nicht außer Acht lassen dürfen wir Bernd Herndlhofer (Top Speed), der Ex-Meister startet zum ersten Mal in diesem Jahr in der FORMULA. Nach einem Rennen Pause ist Bianca Steiner (Top Speed) zurück: Die junge Österreicherin holte zuletzt am Red Bull Ring ihr erstes Podest. Sie ist übrigens nicht die einzige Dame im Starterfeld, Veronica Cicha (H&A Racing) ist schon länger fester Bestandteil der BOSS GP.

Start-Nr. Name Team Nat. Auto
100 Thomas Jakoubek Top Speed AUT Dallara GP2
101 Peter Göllner Speed Center SUI Dallara GP2
105 Wolfgang Jordan H&A Racing DEU Dallara GP2
110 Bianca Steiner Top Speed AUT Dallara GP2
111 „Piter“ Ray-Ban FRA Dallara WSbR
221 Bernd Herndlhofer Top Speed AUT Dallara GP2
222 Veronica Cicha H&A Racing CZE Dallara GP2
321 Andreas Fiedler Fiedler Racing DEU Dallara GP2
323 Armando Mangini MM International ITA Dallara GP2
324 Gianluca Ripoli MM International ITA Dallara GP2
377 Luca Martucci MM International ITA Dallara GP2
411 Karl-Heinz Becker Becker Motorsport DEU Dallara WSbN
505 Walter Steding Inter Europol Competition DEU Dallara GP2
555 Christian Eicke Speed Center SUI Dallara GP2
666 Roy Glaser Speed Center SUI Dallara GP2
888 Florian Schnitzenbaumer Top Speed DEU Dallara GP2

 

German Wolfgang Jaksch (l.) comes as race winner to his home race

Der Deutsche Wolfgang Jaksch (l.) kommt als Gewinner zu seinem Heimrennen

 

Saison bis jetzt

Ingo Gerstl dominiert bisher das Geschehen in der OPEN. Zuletzt in Monza aber konnte erstmals Phil Stratford im Benetton F1 die Pace von Gerstl im Toro Rosso F1 mitgehen, wenngleich Gerstl auch zum fünften Mal in bisher sechs Rennen den Gesamt- und Klassensieg holte. Im zweiten Monza-Rennen fielen sowohl Gerstl als auch Stratford einer Startkollision zum Opfer. Nutznießer dieser unglücklichen Situation war Wolfgang Jaksch (Super Aguri F1). Der Deutsche gewann in Monza zum ersten Mal in dieser Saison, zum zweiten Mal überhaupt in der BOSS GP – genau pünktlich vor dem Heimrennen in Hockenheim. Hans Laub war mit seinem Forti F1 bislang nur zu Testzwecken unterwegs, am Wochenende folgt der erste Renneinsatz des Deutschen in diesem Rennjahr.

Sportlich enger und nur minder leiser geht es in der FORMULA zur Sache. Vier verschiedene Sieger in sechs bisherigen Saisonrennen beweisen: in dieser Klasse geht’s enger zu als je zuvor. In der Gesamtwertung nach 6 von 14 Rennen führt Schnitzenbaumer (120 Punkte) vor Fiedler (101) und Mangini (87).

 

Zeitplan: BOSS GP beim Großen Preis von Deutschland

Freitag, 20. Juli 2018
13:00–13:25: Freies Training 1
18:30–18:55: Freies Training 2

Samstag, 21. Juli 2018
10:40–11:10: Qualifying
18:00–18:25: Rennen 1

Sonntag, 22. Juli 2018
11:10–11:40: Rennen 2